Ausgewähltes Thema: Umfassender Leitfaden zu den statistischen Excel‑Funktionen für die Buchhaltung

In einer hektischen Abschlusswoche entdeckte eine Kollegin eine stille Ausreißerreihe bei Reisekosten. Erst MITTELWERT, MEDIAN und STABW.S machten sichtbar, dass wenige Extremwerte den Trend verzerrten. Seitdem steuert sie Entscheidungen statistisch, nicht intuitiv.

Warum Statistik in der Buchhaltung zählt

Lage- und Streuungsmaße sicher einsetzen

Der MITTELWERT zeigt die zentrale Tendenz, MEDIAN dämpft Ausreißer, und MODUS.EINF identifiziert häufigste Werte, etwa Standardbuchungen. Kombiniert angewendet entstehen robuste Kennzahlen, die Budgetgespräche und Soll‑Ist‑Vergleiche auf stabile Füße stellen.

Bedingte Auswertungen für Konten und Segmente

Berechne Kennzahlen je Kostenstelle, Periode oder Produktlinie. MITTELWERTWENNS erlaubt mehrere Kriterien, etwa Konto, Region und Zeitraum. So entstehen klare Vergleichswerte, die Meetings strukturieren, statt Diskussionen zu entfachen.

Bedingte Auswertungen für Konten und Segmente

Erfasse fehlerhafte Buchungstexte, fehlende Kostenstellen oder ungewöhnliche Betragsmuster. ZÄHLENWENNS liefert präzise Häufigkeiten für verschiedene Kriterienkombinationen und macht wiederkehrende Fehler transparent, bevor sie den Abschluss blockieren.

Ausreißer erkennen und robuste Kennzahlen bauen

Perzentile, Quartile und IQR

Nutze PERZENTIL.INKL beziehungsweise PERZENTIL.EXKL für Grenzwerte. Der Interquartilsabstand (IQR) Q3 minus Q1 zeigt die robuste Spannweite. Werte außerhalb 1,5×IQR markieren potenzielle Ausreißer, die gezielt geprüft werden sollten.

TEILERGEBNIS und AGGREGAT für saubere Berechnungen

Mit TEILERGEBNIS ignorierst du gefilterte Zeilen, AGGREGAT blendet zusätzlich Fehler aus. So kannst du problematische Buchungen temporär herausfiltern, ohne Formeln zu zerstören oder die Nachvollziehbarkeit zu verlieren.

HÄUFIGKEITSanalyse für Betragsklassen

HÄUFIGKEIT gruppiert Buchungen in Klassen, zum Beispiel Spesen unter, zwischen und über Richtwerten. Unerwartete Spitzen verraten Richtlinienbrüche oder Buchungskonventionen, die dringend harmonisiert werden sollten.

Zusammenhänge verstehen: Korrelation, Trend und Prognose

Mit KORREL misst du lineare Beziehungen, etwa zwischen Marketingaufwand und Umsatz. Ein hoher Koeffizient weist auf Verbindung hin, ersetzt aber niemals eine Ursachenprüfung oder fachliche Plausibilisierung.

Zusammenhänge verstehen: Korrelation, Trend und Prognose

Diese Funktionen liefern eine Trendlinie aus deinen Daten. In Kombination mit Diagrammen erkennst du Verschiebungen frühzeitig, etwa langsam steigende Gemeinkosten, die das Budget schleichend überziehen.
WENNFEHLER, ISTZAHL und saubere Formelkaskaden
Schütze Kennzahlen vor Division durch Null, fehlenden Werten oder Textfehlern. WENNFEHLER und ISTZAHL sorgen für stabile Auswertungen und verhindern, dass einzelne Ausreißer die gesamte Berichtslogik sprengen.
FILTER, EINDEUTIG und konsistente Schlüssel
Mit FILTER isolierst du relevante Datenschnitte, EINDEUTIG identifiziert Stammdatenduplikate. Konsistente IDs auf Stamm‑ und Bewegungsdatenebene sind die stillen Helden jedes verlässlichen Reportings.
Dokumentation als Wettbewerbsvorteil
Hinterlege im Blatt eine kurze Methodennotiz: verwendete Funktionen, Annahmen und Prüfpfade. Auditoren danken es, und neue Teammitglieder verstehen Kennzahlen schneller. Abonniere, um unsere Dokumentations‑Checkliste zu erhalten.
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